Die weitere Entwicklung der Veranstaltung

Impro Lautsprecher

Improvisierter Lautsprecher-Turm, 1933

Private Sammlung

Um die chaotischen Umstände beim Abmarsch der Teilnehmer zu den Bahnhöfen zu vermeiden, wurde die Veranstaltung 1934 in den Nachmittag vorverlegt. Seit 1935 fand sie in den Mittagsstunden statt.

Das Kundgebungsgelände wurde über die Jahre perfekt planiert, und die Zufahrtstraßen wurden ausgebaut. Auch die Übertragungstechnik – sowohl auf dem Platz als auch die deutschlandweite Live-Übertragung im Rundfunk – machte von Jahr zu Jahr Fortschritte. Das Programm änderte sich inhaltlich kaum. Nur die militärischen Darbietungen, neben dem Auftritt Hitlers der wichtigste Programmpunkt, beanspruchten immer mehr Zeit, zuletzt eine volle Stunde.

Großlausprecher_klein

Moderne „Pilzlautsprecher“ auf dem Bückeberg in der Werbung des Herstellers, 1934

Archiv für Funkrecht 1936, Nr. 4, S. 127

Das Reichserntedankfest fand zuletzt 1937 statt. Für 1938 und 1939 waren noch organisatorische Vorbereitungen getroffen worden. Die Absagen erfolgten sehr kurzfristig – 1938 wegen der bevorstehenden Okkupation des tschechoslowakischen Sudetenlandes und 1939 aufgrund des Überfalls auf Polen.

Wie alle großen NS-Massenfeste ruhte auch das Reichserntedankfest nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939.

Zum Anfang